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"Ohne
Krimi geht die
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Fortsetzung Sämtliche Fenster der großen Villa waren dunkel. Auf der schwach beleuchteten Straße war kein Mensch zu sehen. Albrecht Isernhagen wartete im Schutz einer hohen Hecke, bis es halb vier war. Die verabredete Zeit! Gewandt übersprang der schlanke Mann einen Zaun und schlich zum Kellereingang auf der Rückseite des Hauses. Es war kein Problem, die Tür mit einer kleinen Eisenstange aufzuhebeln und so in das Innere der Villa einzudringen. Auf dem Flur im Erdgeschoß erwartete ihn verabredungsgemäß sein Bruder, bekleidet mit einem eleganten seidenen Morgenmantel. "Okay, wir können jetzt etwas Licht machen, die Jalousien sind heruntergelassen. Dann ran an die Arbeit, Bruderherz!“ Wenige Minuten später hatte Albrecht Isernhagen die mit Samt ausgeschlagenen Kästen, in denen sich Colliers, Ringe und Armreifen befanden, in einem Plastiksack verstaut. Mit
einem Schrei brach der „Fertig?“ fragte sein Bruder. „Okay, dann fessele mich jetzt. Am besten an einen Stuhl!“ Albrecht Isernhagen trat hinter den Hausherrn. Seine Stimme klang plötzlich kalt und hart. „Ich habe eine bessere Idee.“ Blitzschnell ergriff er einen schweren Kristallaschenbecher, holte weit aus und ließ ihn auf den Kopf seines Bruders niedersausen. Mit einem erstickten Schrei brach der Geschäftsmann zusammen. Sein grauschwarzer Haarschopf färbte sich rot ... Albrecht Isernhagen setzte sich auf die Couch, atmete ein paarmal tief durch - dann griff er zum Telefon und wählte eine Nummer. „Hallo! Bist du es, Nina...? Die Sache ist erledigt. Nein, er hat bis zuletzt nichts geahnt ... Eine bessere Gelegenheit hätte dein Mann uns nicht geben können, alle Probleme auf einen Schlag zu lösen.“ Erschrocken hielt er inne: „Moment mal... Es hat an der Tür geklingelt!“ Isernhagen ließ den Hörer sinken und lauschte atemlos. Wieder klingelte es. Gleichzeitig erschollen aufgeregte Rufe: „Aufmachen, Polizei!“ Sekundenlang stand Isernhagen da wie gelähmt. Dann lief er in panischer Angst zur Tür, die in den Keller führte, riß sie auf - und wich zurück. Zwei Polizeibeamte kamen ihm entgegen, ihre Pistolen im Anschlag! * Mit gesenktem Kopf saß Albrecht Isernhagen am nächsten Tag im Verhörzimmer der Kripo. „Ihre Lage ist aussichtslos!“ begann der Kommissar. „Wir haben in der Wohnung Ihres Stiefbruders die Kopie eines sehr aufschlußreichen Briefes gefunden. Daraus ergibt sich ganz klar: Sie haben Ihren Stiefbruder umgebracht, weil er Ihnen im Weg war!“ Isernhagen wischte sich den Schweiß von der Stirn. Er wußte, daß er verloren hatte."Dieser Mistkerl hat’s nicht anders verdient“, fluchte er. „Er hat mich in eine Falle gelockt! Wer hatte eigentlich die Polizei alarmiert?“ „Wir erhielten einen anonymen Hinweis, daß für die fragliche Nacht ein Einbruch in der Villa geplant sei.“ Der Kommissar entnahm der Akte auf seinem Schreibtisch ein Schriftstück. „Ich werde Ihnen mal etwas vorlesen. Also, Ihr Bruder schreibt hier in einem Brief an einen Freund: ‚Ich laß mir meine Nina doch nicht von diesem Herumtreiber ausspannen und werde nach Mitteln und Wegen suchen, ihn daran zu hindern ... !‘ Und das hat er offenbar ja auch geschafft.“ „Dieses Schwein!“ Isernhagen knallte vor Wut seine Faust auf den Tisch. "Mein Stiefbruder wußte, daß ich für längere Zeit in den Knast gehe, wenn ich bei einem Einbruch erwischt werde. Ich bin vorbestraft, sollte hinter Gittern verschwinden, damit ich die Finger von seiner Frau lasse! Deshalb hat er mich zu dem fingierten Einbruch angestiftet.“ Der Kommissar erhob sich. „Kann schon sein. Ihr Bruder hat nur eines nicht geahnt: daß auch er in eine Falle tappen würde – und zwar in eine tödliche...“
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